Steuerfalle Nr. 1: Im Betriebseröffnungsfragebogen zu wenig Gewinn angegeben

Bei der Gründung Deines Unternehmens wurde der Gewinn zu gering eingeschätzt. Dein schnell wachsendes Unternehmen verlangt alles von Dir ab und keiner weist Dich auf die zu erwartende Steuernachzahlung hin. Bei der Abgabe Deiner Steuererklärung schlägt das Finanzamt doppelt zu, nämlich mit der Steuer für das Abgabejahr und der Anpassung der Steuerzahlung für das Folgejahr. Nun droht ein finanzieller Schlag, der Dich und Dein Unternehmen massiv gefährden kann.

Steuerfalle Nr. 2: Anwendung der Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG

Dein Unternehmen skaliert schneller wie erwartet. Investitionen sind notwendig, du brauchst ein erstes Büro. Jetzt schnappt die Falle zu, aus all diesen Kosten wäre der Vorsteuerabzug möglich gewesen, so dass Deine Investitionssumme um 19% geringer ausgefallen wäre. Weiterhin schränkt die Kleinunternehmerregelung Dein Mindset ein, Du bist permanent mit angezogener Handbremse unterwegs, da Du befürchtest die Umsatzgrenze zu überschreiten um diesen angeblichen Vorteil zu verlieren.

Steuerfalle Nr. 3: Investitionen dadurch begründen

dass man diese steuerlich absetzen kann. Das Leasing des neuen PKW kann ich ja von der Steuer absetzen. Selbst beim höchsten Steuersatz bezahlst Du nahezu 50% der Rate aus eigener Tasche. Dieses Geld fehlt Dir für Investitionen die Dir ein schnelleres Wachstum möglich machen. Führst Du kein Fahrtenbuch kann selbst dieser Vorteil nahezu vernichtet werden. Läuft es mal schlecht, sind die Kosten weiterhin da.

Steuerfalle Nr 4: Eine UG gründen anstatt eine GmbH

Die UG verspricht Haftungsbeschränkung für kleines Geld. Diesen anscheinenden Vorteil wird durch große Nachteile erkauft. Eine UG hat keine guten Ruf im Markt. Darlehen aufnehmen, Mietverträge, Leasingverträge abzuschließen wird immer schwierig sein, da die Reputation fehlt. Will man die UG in eine GmbH umwandeln, kann dies ein teures Gutachten von einem Wirtschaftsprüfer zur Folge haben. So dass die vermeintliche günstige Gründung am Ende richtig teuer wird.

Steuerfalle Nr 5: Keine richtigen Verträge abschliessen

Für alle Vorgänge die Ihr mit Euren Kunden, Lieferanten oder Geschäftspartner abschließt müssen wirksame Verträge abgeschlossen werden. Das Finanzamt erkennt Gesellschafterdarlehen, Geschäftsführergehälter, Miet- und Leasingverträge nur an, wenn diese rechtsgültig abgeschlossen wurden, ansonsten drohen hohe Steuernachzahlungen. Ihr habt zusammen mit Eurem Partner eine GbR oder eine Kapitalgesellschaft gegründet und nach einiger Zeit kommt es zum Streit untereinander oder Euer Kunde will aus einem laufenden Vertrag aussteigen. Gibt es hierzu keine rechtssichere Verträge, dann kann dies richtig teuer für Euch werden.